standort kirchweg ameisenhardt

Wiesthal, Lkr. Main-Spessart, A: ca. 2,3 km nordnordwestl. des Ortes am alten Kirchweg nach Habichsthal, Waldabteilung ‘Ameisenhardt’ (Wiesthaler Gemeinde Wald, Haardtstraße ortsauswärts) Steinkreuz

steinkreuz wiesthal andere Seite heilchen am kirchweg
kopie hinweistafel in situ

Maße: Höhe ges. 0,90 m, Kreuz 0,48, Br. 0,48, T. 0,18, das kleine breitflächige Steinkreuz aus rotem Sandstein ist im Zuge der Neuaufstellung 1999 auf einem ‘ameisenhaufenähnlichen’ Postament aus Steinrückesteinen verankert, das durch den Habichsthaler Maurer Alfred Fleckenstein errichtet wurde; noch vor einiger Zeit waren 5 Textzeilen erkennbar, die jedoch durch Auswitterung kaum mehr entzifferbar sind; das Kreuz weist geringfügige Asymmetrie auf, etwa Kreuzarme in unterschiedlicher Höhe angesetzt; nach mündlichen Überlieferungen der Dorfleute soll an dieser Stelle ein Kapuziner bei einem Versehgang erfroren sein; das Denkmal wurde am 29. August 1999 durch Pfarrer Dr. Grebner gesegnet, s. Infolink (Verf.)

Das Steinkreuz am alten Kirchweg

Wiesthal B: am alten Kirchweg nach Habichsthal ca. 200 m vor Objekt A ‘Heilche’

sog. Heilche (Heiliger Bildstock) Bildstock in Altarform mit Kreuzabnahmerelief, errichtet 1729

der Flurname zwischen den Orten Wiesthal und Habichsthal lautet ‘Sang’ (Sengen-Brandrodung), einst eine Freifläche, deren Waldabteilung oberhalb Wiesthals ‘Ameisenhardt’ heißt, wohl aufgrund der zahlreichen Ameisenhaufen, die im Waldstück vorkommen; im Jahre 1477 wurde für die umliegenden Orte die Pfarrei Wiesthal begründet; hier war es nur möglich die Sakramente zu empfangen, sowie die Toten zu begraben, von daher wurden die Kirchwege angelegt, oft auch als sog. Totenwege, auf denen die Särge nach Wiesthal transportiert wurden (Quelle: Verf. nach Hinweistafel in situ)  

Quellangaben: Lit.: 1. Hinweistafel vor Ort (Archäologisches Spessartprojekt e.V. Aschaffenburg) Internet: 1. ...vg-partenstein.de-Das Steinkreuz am alten Kirchweg

steinkreuz heigenbruecken
standort
detail skizze darstellung inschrift

Heigenbrücken Lkr. Aschaffenburg, A: östl. des Ortes im Bayerischen Staatswald (gemeindefreies Gebiet), am alten Kirchweg nach Wiesthal  (Heiligenweg-Totenweg, Wanderweg rotes Dreieck auf weißem Grund) ca. 600 m östl. des Kletterwaldes Heigenbrücken und dem Bächlesbach bei Wegekreuzung (bei bedachten Kruzifix), Steinkreuz

Maße: Höhe ges. 0,70 m, arg verstümmeltes Steinkreuz aus rotem Sandstein mit eingerillter Darstellung eines Messkelches, ein religiöses Symbol oft auf Sühnemalen dargestellt, das evtl. die Involvenz eines Geistlichen (Priester, Pfarrer) ausdrückt; über die noch verbliebene Fläche fragmenthaft erhaltene Inschrift, die im Zusammenhang bis heute nicht entziffert werden konnte; das Denkmal ist in einem rundlichen, trogähnlichen Basisblock gleichen Sandsteines mit quadratischem Aushau verankert, der sich gewöhnlich ursprünglich nicht sichtbar untertägig befindet und in einschlägiger Literatur mit ‘Dogge’ bezeichnet wird;  eine Aufstellungspraktik, die des öfteren bei Flurdenkmalen zu beobachten ist, die dem Denkmal hohe Standfestigkeit über lange Zeit verleiht (Verf.)

Quellangaben: Bildquelle: J. F.-2015, Lit.: Hinweistafel bei Objekt Wiesthal B m. Abb.

kopie ...lbv-wue.de
detail mord-szene
kopie ...lbv-wue.de

Heigenbrücken B: ca. 1,4 km südl. des Forsthaus ‘Waldhaus Engländer’ (westl. Ortsrand von Jakobsthal) im Sailaufer Forst am sog. ‘Eselsweg’ (Altstraße, Hauptwanderweg des Spessart ‘E’) auf der Eselshöhe ‘Beim kurzen Heiligen’ oder ‘Kurzer Heiliger’, Bildstock ‘Zum kurzen Heiligen’ (500 m südl. vom Engländer, an der Straße nach Sailauf in der Rechtskurve, führt der mit ‘E’ gekennzeichnete Eselsweg geradeaus weiter bergauf Richtung Eselshöhe)

Maße: (derzeit nicht vorliegend), der hölzerne Bildstock mit giebelförmig bedachtem Aufsatz zeigt eine colorierte Bildtafel mit der Szene einer Mordtat - vermutlich ein Wilderer, versteckt hinter einem Baum, der auf einen Förster schiesst, der tödlich getroffen zu Boden stürzt; darunter die Inschrift: ‘Die Böse Tat / Böse Tat ist hier geschehen / und der Mörder ist entflohn / Gottes Aug hat Ihn gesehn / Gottes Zorn erreicht Ihn schon’ das Denkmal wird von den Einheimischen ‘Kurzes Hällchen’ oder auch ‘Die böse Tat’ genannt; die Herkunft der Bezeichnungen sowie der geschichtliche Hintergrund bleiben im Dunkeln (Verf. frei nach ...lbv-wue.de)

Eselsweg

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. ...lbv-wue.de-Umweltfreunde Würzburg-Ochsenfurt und Umgebung-Auf dem Eselsweg-4. Etappe-Engländer-Beim kurzen Heiligen-Hirschhörner-Heigenbrücken-Parkplatz Sieben Wege-Weibersbrunn / Geschichte des Eselsweges, daraus Foto (Kopie), 2. ...outdooractice.com-Auf dem Eselsweg zwischen Jakobsthal und Heigenbrücken, mit Wanderkarte

Heigenbrücken C: südwestl. des Ortes am Parkplatz ‘Hirschhörner’ an der St 2317, unterhalb der Pollasch-Höhe (Aussicht) mit Kriegsgefallenen-Denkmal 1. Weltkrieg, ‘Sternheimer Kreuz’

Maße: Höhe ges. ca. 1,60, modernes breitflächiges Betonkreuz mit randumlaufend scharrierten Kanten und konturgleicher eingelassener Inschriftstafel auf zweistufigem Postament aus Quadersteinen, Inschrift:

‘1796 / hat an dieser Stelle / der kurmainzische Oberförster / Heinrich Sternheimer in Heigenbrücken / und seinem treuen Helfer Jakob / vier Franzosen und einen Offizier erschossen / welcher mit seiner Abteilung das ganze Dorf / ausgeplündert hatten und ihnen ihre Beute / auf dem Marsche nach Aschaffenburg abjagte.’

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. ...lbv-wue-Umweltfreunde Würzburg-Ochsenfurt und Umgebung s.o., daraus: Foto (Kopie), 2. ...spessartprojekt.de-Kulturwege-Heigenbrücken, Station 4

steinkreuz frammersbach
standort kirchberg

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Frammersbach, Lkr. Main-Spessart, rechts des Treppenaufganges zur kath. Pfarrkirche St. Bartholomäus, bündig in Hauswand Kirchberg 10 vermauert

Maße: Höhe 0,83 m, Br. 0,75, Steinkreuz aus Sandstein mit eingetiefter Darstellung eines Pfluges im Kreuzungsfeld, der die Jahreszahl ‘1573’ trennt; darunter evtl. Stein mit Jahreszahl 1955 (‘A-Christusmonogram-D’=im Jahre des Herrn) für das Jahr der Vermauerung (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: wikipedia.org-wiki-Liste der Baudenkmäler in Frammersbach: Kirchberg 10, Sühnekreuz, vermauertes Kreuz mit Relief eines Pfluges, Sandstein, bezeichnet ‘1573’, Nr. D-6-77-129-1

c.2015 / 18  www.kreuzstein.eu